Kooperative Wohnformen


Kooperative Wohnformen, die in Form von gemeinschaftlichem, genossenschaftlichem oder individuellem Eigentum organisiert sein können, sind insbesondere für Menschen mit großer Eigeninitiative von Interesse und können zu einer größeren Vielfalt im Wohnungsangebot sowie zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts auf Quartiersebene beitragen. Solche kooperativen Wohnformen sollten in der baulichen Entwicklung einer Kommune zukünftig unterstützt werden. Hierbei geht es auch darum, diese für Haushalte mit unteren und mittleren Einkommen zugänglich zu machen.


Bei Baugemeinschaften handelt es sich entweder um den Zusammenschluss mehrerer privater Bauherren, die gemeinsam zur Eigennutzung Mehrfamilienwohnhäuser oder Hausgruppen planen, bauen oder umbauen. Oder es sind Baugruppen, die sich zu kollektiven Rechtsmodellen, wie Genossenschaften, Vereine, GmbHs z.B. im Verbund des Mietshäuser Syndikats zusammenschließen, um Mehrfamilienhäuser zu bauen bzw. zu sanieren und darin bezahlbare Mietwohnungen für sich und zukünftige Generationen zu schaffen.

Wichtiges städtebauliches Ziel der Kommune für neu zu bebauenden Flächen ist eine kleinteilige und in ihren Größen unterschiedliche Parzellierung, da sie Grundlage für lebendige und gemischte Quartiersstrukturen ist. Diese lässt sich mit Baugemeinschaften sehr gut umsetzen, da sie aus sich heraus für eine hohe Diversität an Wohnungsgrößen und -typen sowie eine Vielfalt an Alters- und Bewohnergruppen sorgen. Die Parzellierung muss zudem nicht durch den Städtebau vorgegeben werden, sondern kann im Vermarktungsverfahren entsprechend den Bedürfnissen der Konzepteinreicher entstehen. Sie sollten deshalb bei Konzeptvergaben bevorzugt berücksichtigt werden.

Gemeinschaftlich orientierte Wohnprojekte, Baugemeinschaften und (neue) Wohnungsbaugenossenschaften haben in den vergangenen Jahren bundesweit bewiesen, dass sie Innovationsträger im Wohnungsbau sind und dies nicht nur in gestalterisch-städtebaulicher und energetisch-ökologischer Hinsicht, sondern auch in sozialer.


Was ist Ihre Meinung zu dem Thema? Was können Sie, was kann die Stadt leisten um alternative Wohnformen mehr zu unterstützen? Schreiben Sie es uns in die Kommentare!

Interessante Informationen und Hintergründe zum Thema kooperative Wohnformen sind zu finden unter

https://gewo-netz.de/

Dies ist ein virtuelles und reales Netzwerk für gemeinschaftliches Wohnen. Diese Seite leitet auf ganz konkrete Wohnentwicklungen in unterschiedlichen Stadien.

Buchtipp (Quelle: https://gewo-netz.de/2015-08-31-15-25-31/lese-hoer-tipps/buchtipp)

Autorin: Eva-Maria Kreis

Lasst uns froh und mutig sein – von der Idee bis zum Möbelwagen

Ein praktisches Handbuch für Mehrgenerationen-Projekte mit vielen Beispielen aus den Leben

Das Buch ist interessant für Menschen,

- die nach alternativen Wohnformen suchen

- die aus Eigeninitiative Mehrgenerationen-Projekte aufbauen wollen und nicht wissen, wie sie das Machen sollen

- die sich informieren wollen, welche Konflikte im Aufbau und in Wohnprojekten auftreten können

- die Einblicke in gruppendynamische Prozesse in Wohnprojekten bekommen möchten

- die Ideen für die Finanzierung eines Projektes brauchen

- die nach Beispielen suchen, wie andere Menschen vorgegangen sind, ein Projekt ins Leben zu bringen.


Es ist ein Nachschlagewerk und eine Pflichtlektüre für Gruppen, die sich für eine alternative Wohnform interessieren, sie aufbauen wollen oder sie schon gebildet haben. Sie bekommen hier einen Einblick in die Vielfalt der Möglichkeiten.

Zwölf sehr unterschiedliche Wohnprojekte wurden interviewt - von Projekten mit acht bis sechzig Personen - Baugruppen und gemeinschaftlich orientierte Wohnprojekte, in der Stadt und auf dem Land.

Dieses Buch gibt Antworten auf die Frage:

Wie kann ich aktiv meine Wohn-Zukunft in einer Gemeinschaft nach meinen eigenen Vorstellungen schaffen?

Es gibt wichtige Hintergrund-Informationen und zeigt Wege auf, alternative Wohnformen aufzubauen und mitzugestalten – wie gesagt: von der Idee, bis zum Möbelwagen.

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