Erfolgreiche Beispiele - kommunale Mitfahrbänkle

Die fünf Gemeinden Aldingen, Denkingen, Deißlingen, Frittlingen und Wellendingen haben sich zu der Nachhaltigkeitsregion „FÜNF G“ zusammengeschlossen, um gemeinsam zum Thema Klimaschutz interkommunal zusammen zu arbeiten – und das auch noch über Landkreisgrenzen hinweg.

Seit 2017 setzen sie dabei unter anderem auf ‚Mitfahrbänkle‘, da sie der Überzeugung sind, dass es bei ihnen im Verbund individuelle und nicht reguläre Mitnahmemöglichkeiten, wie z.B. einen ‚Bürgerbus‘, benötigt. Diese Idee wurde im Rahmen eines interkommunalen Mobilitätskonzepts entwickelt, zu dem beispielsweise auch das Elektro-Bürgerauto-Modell ‚Spurwechsel“ aus Deißlingen gehört. Aus Mitteln des Programms N-Region wurden zunächst pro Gemeinde zwei Mitfahrbänke aufgestellt und mit entsprechenden Hinweis-Schildern ausgestattet. Deißlingen hat dann aus eigenen Mitteln noch 2 weitere Mitfahrbänkle installiert. Das Konzept stieß auch bei den Nachbargemeinden auf großes Interesse, so dass z.B. auch Dauchingen und Niedereschach mit angebunden wurden.



Die Mitfahrbänkle sollen den öffentlichen Nahverkehr ergänzen. Wer sich auf die von den Gemeinden bereitgestellte und durch Schilder gekennzeichnete Bank setzt, signalisiert den vorbeifahrenden Autofahrern, dass er oder sie mitgenommen werden möchte. Das geht ohne Risiko, da der Versicherungsschutz im Rahmen der Haftpflicht gegeben ist, die Fahrer*innen müssen nicht extra eine Mitfahrer-versicherung abschließen. Vorbild ist ein Projekt aus der Eifel, wo seit 2014 Jugendliche, Familien und Senior*innen auf diese Weise mitgenommen werden, wenn sie in die gewünschte Fahrtrichtung auf die ‚Mitfahrbank‘ sitzen.

Es gibt auch eine Mitfahrbänkle-App für Android- und Apple -Geräte, sowie - und das scheint viel wichtiger zu sein - Social Media-Gruppen auf Facebook, WhatsApp und Telegram. Damit ist die Vernetzung mit anderen Mitfahrbänklern möglich, um schneller von A nach B zu kommen. Auch auf der Homepage www.mitfahrbaenkle.de ist eine Anmeldung möglich, dort sind auch weitere Informationen, die Standorte der Bänke und die Regeln zu finden. Es ist also ganz einfach Mitfahrbänkler*in zu werden. Die Apps sind im Google Playstore für Android und im App-Store für Apple Geräte kostenlos herunterzuladen. Auf den Rathäusern der Mitgliedsgemeinden der N! -Region FÜNF G liegen auch Flyer zum Mitfahrbänkle aus.

Die Idee der Mitfahrbänkle verbreitet sich dabei immer mehr. Auch in Gundelfingen, Heuweiler und Denzlingen existiert bereits dieses Mobilitätsangebot.

Wäre ein Mitfahrbänkle auch etwas für Elzach und die Teilorte? Teilen Sie uns Ihre Meinungen in den Kommentaren mit!

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