Alter und Pflege


Die Alterung der Gesellschaft stellt die Kommunen in besonderer Weise vor Herausforderungen. Empfehlungen dazu finden sich in dem von der Bundesregierung in Auftrag gegebenen Siebten Altenbericht „Sorge und Mitverantwortung in der Kommune – Aufbau und Sicherung zukunftsfähiger Gemeinschaften“.


Die Seniorenpolitik steht vor großen Herausforderungen, die die Kommunen in besonderer Weise fordern. Ob neue Wohnformen oder generationenfreundliche Quartiere, lebendige Nachbarschaften oder ein barrierefreier öffentlicher Personennahverkehr – das alles muss in den Kommunen realisiert werden. Sie sind nicht nur der Ort, an dem die Folgen des demografischen Wandels für die Menschen täglich spürbar sind, sie sind auch der Ort, an dem neue Wege erprobt und gegangen werden müssen. Hier werden die Bedarfe und Bedürfnisse der Menschen nicht nur artikuliert, hier wird auch konkrete Abhilfe erwartet. Die Kommunen verfügen über die notwendigen Strukturen, kennen die Akteure und die örtlichen Lebens-verhältnisse. Entscheidend für den Erfolg einer partizipativen Sozialplanung sind und bleiben aber engagierte Menschen Letztlich hängt das Gelingen der Sozialplanung von den handelnden Personen ab, den Mitarbeitenden in der Verwaltung und den freiwillig Engagierten: von ihrem Interesse, ihrer Kompetenz und ihrer Kommunikationsfähigkeit. Ohne Begeisterung wird sich nur wenig bewegen lassen. Da helfen auch die besten strukturellen Vorgaben nicht. Sorgende Gemeinschaften werden nur dort entstehen, wo Menschen dazu bereit sind, sich füreinander verantwortlich zu fühlen. (Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenorganisationen - https://www.bagso.de/)

Dem Wohnquartier und der Wohnung kommt insbesondere im Alter eine herausragende Bedeutung zu.

Bezüglich der Wohnwünsche älterer Menschen besagen Umfragen: die überwiegende Mehrheit möchte selbstbestimmt älter werden und solange wie möglich in vertrauter Umgebung leben. Als lebensweltlicher Nahraum ist das Wohnquartier ein zentraler Umweltbereich des Alter(n)s. Öffentliche Räume bzw. halböffentliche Übergangsräume (z.B. Hausflure, Gartenwege, Kirchplätze etc.) sind stets auch soziale und historisch gewachsene Orte. Im Sinne des Zusammenspiels von Person-Umwelt-Beziehungen beeinflusst das Wohnumfeld einerseits das Altern bzw. die Lebensqualität im Alter; andererseits kann es als Sozialraum auch – z.B. barrierearm – (um-)gestaltet werden. Dabei können die älteren Menschen durch Teilhabe und Mitwirkung selbst eine gewichtige Rolle einnehmen, sind sie doch die Expert*innen ihrer alltäglichen Lebenswelt bzw. -umwelt.

Modellprogramm „Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Im Rahmen des Modellprogramms "Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben" wurden bis 2019 bundesweit Projekte gefördert, die zeigen, wie gemeinschaftliches Wohnen für unterschiedliche Zielgruppen geöffnet und zugleich ein Beitrag zum Zusammenhalt im Wohnumfeld geleistet werden kann. Informationen über die konkreten Ansätze sind zu finden auf https://www.serviceportal-zuhause-im-alter.de/programme/modellprogramm-gemeinschaftlich-wohnen-selbstbestimmt-leben.html

Die Dokumentation zum Modellprogramm: http://verein.fgw-ev.de/files/forum_modellprogramm_ua.pdf

IM INTERVIEW: Thomas Klie: Die Welt steht nicht still – darum ist Nachbarschaft besonders wichtig

Prof. Dr. Thomas Klie (Zentrum für zivilgesellschaftliche Entwicklung an der Evang. Hochschule in Freiburg) in einem Interview zum Thema und warum die Nachbarschaft von besonderer Bedeutung ist: https://magazin.nebenan.de/artikel/experteninterview-thomas-klie-zur-relevanz-von-nachbarschaften



Wie stellen Sie sich ihr Leben im Alter vor? Ist Ihre Wohnsituation barrierefrei? Wie schätzen Sie generell die Lage in Elzach ein? Schreiben Sie es in die Kommentare! Oder haben Sie Fragen? Auch diese können gern ein die Kommentare.

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